Die Freude der Mitglieder des Vereins Panorama-Rundweg Thunersee ist riesengross: Mit der Erteilung der Baubewilligung des Regierungsstatthalteramtes Interlaken-Oberhasli steht nun dem Baubeginn der ersten Fussgänger-Hängebrücke über dem Spissibach in Leissigen nichts mehr im Weg.
„Die Brücke ist bestellt, jetzt kann es endlich losgehen“, freut sich Peter Dütschler, Vorsitzender des Vereins Panorama- Rundweg Thunersee. „Ende August wird mit der Installation begonnen und wir hoffen, nach den Herbstferien die Brücke mit einem grossen Fest eröffnen zu können.“
Bis dahin wartet jedoch noch einiges an Arbeit auf die Brückenbauer. Damit Fussgänger die 35 Tonnen schwere und 140 Meter lange Hängebrücke in einer Höhe von 60 Metern über den Leissiger Spissibach sicher überqueren können, wird sie in einem Betonfundament verankert und mittels Stahlseilen gesichert. Die Kosten des Projekts betragen circa eine halbe Million Franken, es werden ausschliesslich heimische Firmen bei der Vergabe der Bauarbeiten berücksichtigt. „Diese Brücke und die nachfolgende in Sigriswil (zurzeit laufen Eigentümerverhandlungen, das Baugesuch wird anschliessend eingereicht) können dank eines Baukredites der AEK-Bank realisiert werden“, erklärt Dütschler. „Aber auch andere Institutionen, Gemeinden und Private unterstützen das Projekt und sind davon überzeugt, dass der Rundwanderweg mit dann insgesamt sechs fertig gestellten Hängebrücken eines der Highlights der Region wird, von dem Einheimische und Touristen profitieren werden. “ Doch damit das Jahrhundert-Projekt auch weiter voran geht, braucht es noch weitere finanzielle Mittel. „Wir freuen uns über jede Unterstützung. Bauen Sie mit am Brückenweg und werden Sie Mitglied oder Sponsor“, wirbt Peter Dütschler. „Bereits mit einem Beitrag von 20 Franken können zehn Meter Panorama-Rundweg realisiert werden, ein Beitrag von 100 Franken ermöglicht den Bau eines Brückenmeters.“
Endlich ist es wieder soweit: Am 24. Oktober 2009 findet die zweite Thuner Kulturnacht statt. Über 20 Kulturveranstalter und 12 Gastronomiebetriebe bieten zwischen 17 und 2 Uhr morgens ein vielfältiges, abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm. Mit dabei ist auch der Thuner Künstler Dominik Strauch, der bereits vor zwei Jahren im Rahmen der Kulturnacht das Projekt “pink city” mit pinkfarben beleuchtetem Bälliz, Schloss und Stadtkirche überraschte. Für dieses Jahr hat er sich wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht und wünscht sich, dass am 24. Oktober, pünktlich um
16.30 Uhr, 800 ThunerInnen erscheinen, die irgendein pinkfarbenes Kleidungsstück tragen und gemeinsam den Schriftzug “Kultur” bilden. Der Fotograf Christian Helmle wird das Logo de Kulturnacht fotografisch festhalten und online bereitstellen.
Also liebe ThunerInnen, etwas pinkfarbenes finden, anziehen und auf den Rathausplatz kommen.
Veröffentlicht am 01. Sep. 2009 von thunoderlassen in: Kunst & Kultur
Ein vielfältiges und dichtes Programm bieten das diesjährige Thunersee Filmfestival vom 16. bis 19. September: Von Spielfilmen im Kinosaal bis zu Kurzfilmen auf Hausfassaden ist alles dabei. Sehr spannend finden wir das Programm ”Neue Welle”, dass besonderen Film-Formen eine neue Plattform bietet. Mitten in der Innenstadt, zwischen Rathausplatz und Alter Oele, werden auf sechs Hauswänden jeden Abend halbstündlich je rund 20-minütige Kurzfilme gezeigt. Unter dem Motto “Film&Concert” spielt eine Band im Café Mokka zu Filmen über sie und von ihr. Während der Festivalzeit gibt es im Thuner Rathaus zudem eine Lounge und eine Bar. Hier gibt es Infos, Plakate und Flyer, aber auch die Möglichkeit auf einen Drink oder Snack zu verweilen oder einen eigenen Kurz-Film auf der offenen Leinwand präsentieren. Einzige Bedingung: Er daf nicht länger als 20 Minuten sein.
Veröffentlicht am 31. Aug. 2009 von thunoderlassen in: Kunst & Kultur
George Gruntz ist als Pianist, Komponist und Bandleader auf den grossen Bühnen der Welt zu Gast und hat schon mit Weltstars wie Louis Amstrong gespielt. Als gebürtiger Basler lebt er auch heute noch am Rheinknie, ist aber durch sein Ferienhaus in Sigriswil sehr oft am Thunersee anzutreffen. Er hat eine starke Bindung zu unserer Region und somit dürfen wir ihn sicher auch ein bisschen als “unseren George” betrachten. An den diesjährigen Schlosskonzerten Thun präsentierte er ein paar Kostproben seiner hohen Kunst. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ihm für unseren “Promi-Talk” ein paar Fragen zu stellen:
Wo möchten Sie leben? Kommt drauf an – arbeitsmässig in einer der Zentrumsstädte, allen voran New York, aber auch Paris und London – lebensqualitätsmässig: in meinem Haus ob dem Thunersee.
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? Arbeiten zu können, meinem Publikum umfänglich Freude zu bereiten, alles unter Einbindung meiner teilhabenden Familie
Ihre Lieblingsheldinnen/-helden in der Wirklichkeit? „Helden“ sind verdächtig – aber ich mag Menschen, die mit dem, was sie tun, über sich hinauswachsen.
Ihr Lieblingsautor/schriftsteller? Darwin
Ihr Lieblingskomponist? Der Wind
Ihre Lieblingsbeschäftigung? Arbeiten, was in meinem Beruf Spielen ist.
Wer oder was hätten Sie gern sein mögen? Airforce Jetpilot
Ihr grösster Fehler? Unverbesserlichkeit im Glauben an Menschen.
Was verabscheuen sie am meisten? Bluff
Ihr Motto? Audi alteram partem! *
*) hier die Übersetzung für alle Nicht-Lateiner: “auch der andere soll gehört werden”
Veröffentlicht am 25. Aug. 2009 von thunoderlassen in: Promi-Talk
Auf spielerische Wesie erschaffen das CasalQUARTETT, die vierte Klasse Primarschule Göttibach und die Musikerin Barbara Balba Weber aus ganz altem und ganz neuem Material eine ganz eigene Welt. Beethovens Streichquartett op.95 wird dabei liebevoll ins 21. Jahrhundert gezaubert und ein Grimm-Märchen erblüht überraschend zwischen ungewohnten Klängen. Was früher den Zauberinnen überlassen wurde, machen heute Schulkinder: Vogelgezwitscher verwandeln sie in Monstergebrüll und Alltagsgeräusche in Schlummerlieder. Zur Nachahmung empfohlen.
Beethoven erlösen
Heute, 17.30 Uhr im Rittersaal, Schloss Thun
Veröffentlicht am 17. Jun. 2009 von thunoderlassen in: Kunst & Kultur
Ein urgemütliches und ungewöhnliches Ambiente, eine hervorragende Küche und vor allem zwei wunderbare Gastgeber zeichnen das Schertenleib aus. In den Räumlichkeiten der Kunstschlosserei laden Claudia und Rudi nur Freitagabends! zum Essen ein, denn die leidenschaftliche Köchin geht noch einem “ordentlichen” Beruf nach. Eine Karte gibt es nicht, dafür aber ein 3 -Gang Menue Suprise und so kocht sich Claudia genussvoll durch alle kulinarischen Gefilde – französisch, italienisch und ganz besonders gut schweizerisch. Unterstützt wird sie dabei von der Mama, die es sich nicht nehmen lässt in der Küche tatkräftig mitanzupacken und Ihrem Lebensgefährten Ruedi, der mit Charme und Witz die Gäste bewirtet. An manchen Abenden gibt es auch ein kleines Kulturprogramm, nämlich dann, wenn Rudis Jodlerverein auch mal was Gutes essen möchte. Als Dank gibts es dann gemeinschaftliches Jodeln von Gästen und Gastgeber. Das Schertenleib bietet eben Genuss für Gaumen und Ohren!!!
“Literaare – das ist schöne Literatur an einem schönen Ort. Ein noch junges Festival, dem es gelingt, einige der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur in Thun zu versammeln.
Ich finde, das Berner Oberland hat nicht weniger verdient.” Lukas Bärfuss
Wieder einmal hat es Tabea Steiner und der Förderverein Literaare geschafft ein hockarätiges Programm für das diesjährige Literaturfestival in Thun aufzubieten.
Eröffnet werden die literarischen Tage am Freitag mit einer Lesung von Urs Widmer im Tertianum. Am Samstag unterhalten im Theater Alte Oele die SchriftstellerInnen Catalin Dorian Florescu, Rolf Lappert, Jenny Erpenbeck und Judith Kuckart nach allen Regeln der Kunst. Peter Stamm und Christian Haller beschliessen am Sonntag im Theater Alte Oele den Lesungsreigen. Ab 16 Uhr präsentieren die AutorInnen des Schreibwettbewerb dem Publikum ihre besten Texte.
Ausserdem: Kmeta, Greis und Apfelböck: Spoken Word und Schweizer Jazz der Extraklasse im Café Bar Mokka
Veröffentlicht am 03. Mrz. 2009 von thunoderlassen in: Kunst & Kultur
Hand aufs Herz, wann waren Sie das letzte Mal im Museum?
Keine Sorge, wir müssen uns auch selbst an die Nase fassen. Wir nehmen es uns immer wieder vor, aber der gute Vorsatz bleibt, wie leider so mancher, auf der Strecke. Gerade deshalb finden wir die Idee mit dem Museums-Pass richtig klasse. Mit nur einem Pass erhalten Sie unbegrenzten Zutritt zu 12 verschiedenen Mussen der Region Thunersee. Sie haben die Wahl, ob Sie eine romantische Schlossbesichtigung unternehmen möchten, einen Streifzug in die touristische Vergangenheit planen oder Ihnen der Sinn nach historischer oder moderner Kunst steht. Dabei können Sie sich ruhig Zeit lassen, denn der Pass gilt von April bis Oktober und ist mit einem Preis von CHF 25,- wirklich bezahlbar. Damit wir unseren Vorsatz jetzt auch in die Tat umsetzen, verpflichten wir uns hier und jetzt in loser, unregelmässiger Reihenfolge über jedes Museum zu berichten. Übrigens, den Pass können Sie hier online bestellen: www.thunersee.ch/museumspass
Veröffentlicht am 06. Feb. 2009 von thunoderlassen in: Kunst & Kultur
Seit Mitte Dezember - leider mit einem kurzen Unterbruch an Weihnachten - präsentiert sich unsere Stadt im weissen Kleid. Wir finden, dieses Kleid steht ihr ausgezeichnet. Hier ein paar Winterimpressionen für alle Thuner, Nichtthuner (nicht zu verwechseln mit Nichtstuer) und Heimweh-Thuner …
Veröffentlicht am 15. Jan. 2009 von thunoderlassen in: Aktuelles
Die Geschenke sind ausgepackt, der Weihnachts-Spaziergang mit der Familie erledigt und auch das feine Essen ist verputzt. Dann haben Sie doch jetzt endlich mal Zeit und Ruhe um sich hinzusetzen und zu lesen. Wir haben die MitarbeiterInnen der Stadtbibliothek Thun gefragt, welche Bücherwelten man diese Weihnachtstage entdecken sollte. Hier sind ihre Tipps:
Evelyn Thieme: Gärten und Grüne Oasen in Südbaden und im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz
Auch wenn gerade erst der Winter angefangen hat, dieses Buch stimmt Sie jetzt schon auf den nächsten Frühling ein. Das Buch präsentiert mit vielen, stimmigen Fotos 25 private Gartenparadiese. Alle Gärten können nach Absprache besichtigt werden. Ausserdem listet das Buch Adressen von Spezial-Gärtnereien und Einkehrmöglich-keiten in der Umgebung auf. So wird das Planen der eigenen Gartenroute ganz einfach!
Walter Moers: Die Stadt der Träumenden Bücher Manchmal bekommt man ein Buch in die Hand dem man eher skeptisch gegenüber steht. Man überlegt lange ob man es mitnehmen soll, aber irgendwie lässt es einen nicht mehr los. Man gibt sich einen Ruck, nimmt es mit nach Hause und fängt an zu lesen. Und plötzlich ist man da. Mitten drin. In diesem Fall Mitten in Zamonien.
Hildegunst ist als junge Großechse auf der uneinnehmbaren Lindwurmfeste aufgewachsen, einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein ganz grosser Schriftsteller zu werden und zu diesem Zweck von den Eltern mit einem ”Dichtpaten” ausgestattet wird. Hildegunsts Abenteuer nimmt seinen Anfang, als sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler das Zeitliche segnet und ihm ein Manuskript hinterlässt, das es in sich hat: Nur zehn Seiten umfasst es, aber es ruft beim Leser eine Vielzahl stärkster Empfindungen hervor wie kein anderer Text der zamonischen Literaturgeschichte. Leider kennt Hildegunst den Namen des Autors nicht, denn Danzelot hatte die Erzählung von einem angehenden Schriftsteller erhalten und diesem empfohlen, sein Glück in der Bücherstadt Buchhaim zu versuchen. Und so macht sich Hildegunst auf den Weg in die Stadt der Träumenden Bücher, wo an jeder Strassenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren die dem ahnungslosen Bücherliebhaber drohen …
William Kowalski: Eddies Bastard Nur sehr wenige Schriftsteller sind dazu befähigt Familiengeschichten zu entwickeln, die mir lässiger Fabulierfreude und Gelassenheit den Leser durch die grössten Katastrophen seiner Charaktere führen. William Kowalski gehört zu ihnen.
Thomas Mann wirft einen Blick auf den Säugling, der in einem Körbchen mit angehefteten Zettel ” Eddies Bastard”, vor seiner Haustür steht und sieht sofort, dass es sich nur um seinen Enkelsohn handeln kann. Sein Sohn im Vietnamkrieg gefallen, die Mutter des Kindes verschwunden, behält Tom das Baby, nennt es kurz Billy und zieht ihn gross. Von Anfang an erzählt Grossvater seinem Enkel Geschichten von der eigenen grossen Familie. Bis hin zum Ururgrossvater reicht sein Wissen. Der Grossvater selbst ist ein Trinker, der sich so gut er kann um seinen Enkel kümmert. Die Kindheit von Billy ist nicht einfach, Freunde hat er keine, ausser Annie, aber die ist nachdem ihr Vater stirbt, plötzlich verschwunden. Billy schreibt die Geschichten auf, die sein Opa im betrunkenen Zustand erzählt und nähert sich so den Geheimnissen der Familie.
Judy Renee Singer: Frühstück mit Elefant Ein witziger Roman über eine ungewöhnliche Zähmung und die Heilung eines gebrochenen Herzens. Neelie ist eine erfolgreiche Pferdetrainerin und liebt ihren Beruf über alles. Vielleicht weil Pferde niemals lügen im Unterschied zu Matt, ihrem Ehemann. Als Neelie begreift, dass er sie seit geraumer Zeit schamlos betrügt, gibt sie trotzdem nicht auf. Sie hofft, ihn mit Geduld und bedingungsloser Zuneigung zurückzugewinnen. Deshalb folgt sie Matt auf eine gefährliche Mission nach Afrika, wo beide als Teil eines Expertenteams zur Rettung gefährdeter Elefanten in den Busch aufbrechen. Damit hat Neelie sich nahezu Unmögliches vorgenommen: Sie muss das Vertrauen eines Dickhäuters und die Liebe ihres Mannes erobern. Dass der Elefant weitaus leichter anzulocken ist und sich zudem als der verlässlichere Partner entpuppt, stürzt Neelie zunächst ins Unglück, sorgt aber auch für jede Menge turbulente Überraschungen und einen Neuanfang in ihrem Leben.
Übrigens, möchten Sie jemandem ein Geschenk machen, welches das ganze Jahr über Freude bereitet? Dann verschenken Sie doch einen Gutschein für einen Leseausweis der Stadtbibliothek. Dort findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Hier erhalten Sie weitere Infos zur Stadtbibliothek Thun.