Abtauchen in Bücher-Welten
Die Geschenke sind ausgepackt, der Weihnachts-Spaziergang mit der Familie erledigt und auch das feine Essen ist verputzt. Dann haben Sie doch jetzt endlich mal Zeit und Ruhe um sich hinzusetzen und zu lesen. Wir haben die MitarbeiterInnen der Stadtbibliothek Thun gefragt, welche Bücherwelten man diese Weihnachtstage entdecken sollte. Hier sind ihre Tipps:
Evelyn Thieme: Gärten und Grüne Oasen in Südbaden und im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz
Auch wenn gerade erst der Winter angefangen hat, dieses Buch stimmt Sie jetzt schon auf den nächsten Frühling ein. Das Buch präsentiert mit vielen, stimmigen Fotos 25 private Gartenparadiese. Alle Gärten können nach Absprache besichtigt werden. Ausserdem listet das Buch Adressen von Spezial-Gärtnereien und Einkehrmöglich-keiten in der Umgebung auf. So wird das Planen der eigenen Gartenroute ganz einfach!
Walter Moers: Die Stadt der Träumenden Bücher
Manchmal bekommt man ein Buch in die Hand dem man eher skeptisch gegenüber steht. Man überlegt lange ob man es mitnehmen soll, aber irgendwie lässt es einen nicht mehr los. Man gibt sich einen Ruck, nimmt es mit nach Hause und fängt an zu lesen. Und plötzlich ist man da. Mitten drin. In diesem Fall Mitten in Zamonien.
Hildegunst ist als junge Großechse auf der uneinnehmbaren Lindwurmfeste aufgewachsen, einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein ganz grosser Schriftsteller zu werden und zu diesem Zweck von den Eltern mit einem ”Dichtpaten” ausgestattet wird. Hildegunsts Abenteuer nimmt seinen Anfang, als sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler das Zeitliche segnet und ihm ein Manuskript hinterlässt, das es in sich hat: Nur zehn Seiten umfasst es, aber es ruft beim Leser eine Vielzahl stärkster Empfindungen hervor wie kein anderer Text der zamonischen Literaturgeschichte. Leider kennt Hildegunst den Namen des Autors nicht, denn Danzelot hatte die Erzählung von einem angehenden Schriftsteller erhalten und diesem empfohlen, sein Glück in der Bücherstadt Buchhaim zu versuchen. Und so macht sich Hildegunst auf den Weg in die Stadt der Träumenden Bücher, wo an jeder Strassenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren die dem ahnungslosen Bücherliebhaber drohen …
William Kowalski: Eddies Bastard
Nur sehr wenige Schriftsteller sind dazu befähigt Familiengeschichten zu entwickeln, die mir lässiger Fabulierfreude und Gelassenheit den Leser durch die grössten Katastrophen seiner Charaktere führen. William Kowalski gehört zu ihnen.
Thomas Mann wirft einen Blick auf den Säugling, der in einem Körbchen mit angehefteten Zettel ” Eddies Bastard”, vor seiner Haustür steht und sieht sofort, dass es sich nur um seinen Enkelsohn handeln kann. Sein Sohn im Vietnamkrieg gefallen, die Mutter des Kindes verschwunden, behält Tom das Baby, nennt es kurz Billy und zieht ihn gross. Von Anfang an erzählt Grossvater seinem Enkel Geschichten von der eigenen grossen Familie. Bis hin zum Ururgrossvater reicht sein Wissen. Der Grossvater selbst ist ein Trinker, der sich so gut er kann um seinen Enkel kümmert. Die Kindheit von Billy ist nicht einfach, Freunde hat er keine, ausser Annie, aber die ist nachdem ihr Vater stirbt, plötzlich verschwunden. Billy schreibt die Geschichten auf, die sein Opa im betrunkenen Zustand erzählt und nähert sich so den Geheimnissen der Familie.
Judy Renee Singer: Frühstück mit Elefant
Ein witziger Roman über eine ungewöhnliche Zähmung und die Heilung eines gebrochenen Herzens. Neelie ist eine erfolgreiche Pferdetrainerin und liebt ihren Beruf über alles. Vielleicht weil Pferde niemals lügen im Unterschied zu Matt, ihrem Ehemann. Als Neelie begreift, dass er sie seit geraumer Zeit schamlos betrügt, gibt sie trotzdem nicht auf. Sie hofft, ihn mit Geduld und bedingungsloser Zuneigung zurückzugewinnen. Deshalb folgt sie Matt auf eine gefährliche Mission nach Afrika, wo beide als Teil eines Expertenteams zur Rettung gefährdeter Elefanten in den Busch aufbrechen. Damit hat Neelie sich nahezu Unmögliches vorgenommen: Sie muss das Vertrauen eines Dickhäuters und die Liebe ihres Mannes erobern. Dass der Elefant weitaus leichter anzulocken ist und sich zudem als der verlässlichere Partner entpuppt, stürzt Neelie zunächst ins Unglück, sorgt aber auch für jede Menge turbulente Überraschungen und einen Neuanfang in ihrem Leben.
Übrigens, möchten Sie jemandem ein Geschenk machen, welches das ganze Jahr über Freude bereitet? Dann verschenken Sie doch einen Gutschein für einen Leseausweis der Stadtbibliothek. Dort findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Hier erhalten Sie weitere Infos zur Stadtbibliothek Thun.
Veröffentlicht am 26. Dez. 2008 von thunoderlassen in: Kunst & Kultur, Shopping